Geschichte des weißen Schäferhunds


Schon zu Zeiten des römischen Reiches äußerte der Schriftsteller Collunella (ca. 40 n. Chr.) die Ansicht, dass ein Hirten- und Schäferhund von weißer Farbe sein sollte, damit der Hund in der Dunkelheit nicht mit einem Wolf verwechselt werde.

Das Haus Habsburg bezog Ende des 19. Jahrhunderts weiße Schäferhunde aus Elsaß Lothringen. Auch das mit ihm befreundete Kaiserhaus der Hohenzollern züchtete später weiße Schäferhunde.

Der Rüde "Hektor Linksrhein", genannt "Horand von Grafrath", wurde als erster in das Zuchtbuch für "Deutsche Schäferhunde" eingetragen und gilt somit als Stammvater der Rasse. Sein Nachkomme "Berno von der Seewiese" (geb.1913) wurde als erster deutscher weißer Schäferhund im Zuchtbuch des SV registriert.

Leider hat 1933 der Rittmeister Max von Stephanitz, der als Vater der Reinzucht des deutschen Schäferhundes gilt, der Entscheidung zugestimmt, den weißen Schäferhund aus den Standards des SV zu entfernen. Warum er dies getan hat, ist leider nicht mehr nachvollziehbar.

Diese Entscheidung führte dazu, dass in fast allen Ländern Europas bis in die 60er Jahre keine weißen Schäferhunde mehr zu finden waren.

In Amerika und Kanada züchteten Liebhaber die Hunde weiter, obwohl auch dort versucht wurde, die Farbe Weiß aus der Zucht auszuschließen. Dies geschah in den USA erfolgreich, doch in Kanada galt der weiße Schäferhund weiterhin als Farbvariante des Deutschen Schäferhundes.

1978 kamen dann die ersten weißen Schäferhunde über die Schweiz zurück nach Deutschland.